Anonym telefonieren - so geht's

Und so unbürokratisch kann man an der Tauschbörse mitmachen: einfach eine mit mindestens zehn Euro aufgeladene, freigeschaltete Prepaid-Handykarte zusammen mit Ihrer PIN und einem frankierten Rückumschlag an den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (Adresse: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Marcus Brauner, Hilgenborn 22, 34593 Knüllwald Remsfeld) schicken. Schon nach wenigen Tagen bekommt man dann eine andere, ebenfalls mit zehn Euro aufgeladene Handykarte samt Rufnummer und PIN-Code zurück geschickt.
So kann man völlig anonym telefonieren und auch der Arbeitskreis garantiert, dass er keinerlei Daten der Tauschpartner protokolliert. Der Tausch von Handykarten ist übrigens vollkommen legal. Die Verwendung getauschter Handykarten schützt vor Missbrauch der eigenen Daten, vor Datenpannen und vor der ausufernden Neugier des Staates: Laut Bundesnetzagentur rief der Staat im Jahr 2006 über drei Millionen mal Kundendaten der Telekommunikationsanbieter ab. Polizei, Zollfahndung, Geheimdienste, Finanzdienstleistungsaufsicht und Zoll haben sogar einen Online-Zugriff auf Name, Anschrift und Geburtsdatum der Rufnummerninhaber; über 1.000 Behörden sind Abfrage berechtigt.
Der AK Vorratsdatenspeicherung ist übrigens ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Internet-Nutzern, der die Arbeit gegen die Vollprotokollierung der Telekommunikation koordiniert.
Orantes - 13. Jan, 08:52